November 2008- Online-Glücksspiele und Wetten: EU-lizenzierte Privatanbieter beauftragen erste Responsible-Gaming Benchmark-Studie

Eine von eCOGRA, der unabhängigen Aufsichtsinstanz für Online-Glücksspiel, durchgeführte Studie belegt, dass 67 % der von der EGBA, dem Verband der europäischen Online-Glücksspiel- und Wettanbieter, eingeführten verbraucherorientierten Responsible-Gaming-Standards jenen der 10 größten europäischen Wettmonopole entsprechen oder diese gar übertreffen.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • 43 % der von privaten Anbietern angewandten Standards entsprechen jenen der Monopole.
  • 24 % übertreffen jene der Monopole.
  • Nur 4 % der in der Privatwirtschaft angewandten Standards werden als niedriger als jene der Monopole eingeschätzt.
  • Die übrigen Standards konnten – entweder aufgrund unzureichender Information (21 %) oder Nichtanwendbarkeit (8 %) – nicht mit jenen der Monopole verglichen werden.

In der sich rasch ändernden Online-Welt ist die rigorose Überwachung bereits existierender Best-Practice-Methoden von unabdingbarer Notwendigkeit, um kontinuierliche Updates und Verbesserungen vornehmen zu können. In diesem Zusammenhang beauftragte die EGBA im Mai 2008 eCOGRA mit der Durchführung einer Benchmark-Studie, in der einige der führenden europäischen Glücksspielmonopole an den für alle Mitglieder verpflichtenden EGBA-Standards für Verbraucherschutz, Sicherheit und soziale Verantwortung gemessen werden sollten. 

Die EGBA begrüßt die Ergebnisse der Studie, die erstmals einen umfangreichen, faktenbasierten Vergleich der Praktiken privater Anbieter mit jenen staatlich kontrollierter Monopole anstellt.

Sigrid Ligné, Generalsekretärin der EGBA dazu: „Diese Studie zeigt auf, dass sowohl Monopole als auch die Privatwirtschaft noch Aufholbedarf haben. Nichtsdestotrotz widerlegt sie auch deutlich das Argument, die Privatwirtschaft scheitere daran, den Verbrauchern ähnlich hohen Schutz und verantwortungsvolles Spielen zu bieten. Vielmehr belegen die Ergebnisse, dass Privatanbieter in diesem wichtigen Bereich die Nase vorne haben und bestätigen sowohl das große Engagement als auch die Führungsrolle, die die EGBA in der Entwicklung eines umfassenden und einheitlichen Pakets verantwortungsvoller Spielpraktiken einnimmt.“ 

In einer Zeit, in der Responsible Gaming Thema der politischen Diskussionen in Europa geworden ist, verdeutlicht die eCOGRA-Studie, dass zwei Drittel der von den EGBA-Mitgliedern angewandten verbraucherorientierten Tools und Praktiken ein Schutzniveau bieten, das jenem der Monopole entspricht und zu einem Teil sogar übertrifft. Darüber hinaus belegt sie auch das Bedürfnis nach größerer Transparenz: 21 % der eventuell von den Monopolen angewandten Praktiken konnten entweder aufgrund unzureichend vorhandener Informationen oder der Tatsache, dass diese nicht zugänglich waren, nicht bewertet werden. 

Sigrid Ligné weiter: „Ich bin zuversichtlich, dass diese Studie das Bewusstsein aller Stakeholder in ganz Europa für das wichtige Thema Verbraucherschutz und verantwortungsvolles Spielen schärfen wird. Von jetzt an wird sie allen politischen Entscheidungsträgern, die sich mit der Zukunft des Online-Glücksspiels in der EU und auf nationaler Ebene befassen, ein wertvolles Nachschlagewerk sein.“  

Andrew Beveridge, eCOGRA-CEO fügt hinzu: „Selbstregulierung in der Online-Glücksspielbranche ist ein wichtiges Werkzeug und eine großartige Ergänzung zur gesetzlichen Regulierung. Gesetzgeber sollten versuchen, sich auf die umfassenden und effektiven Anstrengungen der Privatanbieter zu stützen und ähnliche Initiativen innerhalb der EU vorantreiben.“   

Link zur Studie.

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Link zu den Zusammenfassung den EGBA Standards Benchmark Studie 

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