Über die EGBA
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Die EGBA räumt auf mit gängigen Mythen zum Thema Glücksspiel
Beim Thema Online-Wetten und -Glücksspiele bzw. deren negativen Auswirkungen scheiden sich die Geister. Häufig dienen falsche Behauptungen jedoch allein dem Schutz der staatlichen Monopole. Die EGBA hinterfragt im Folgenden einige der gängigsten Mythen.
Geldwäsche
- Anbieter von Online-Glücksspielen ergreifen nicht die erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche.
- Über das Internet wird eine Vielzahl an Geldwäscheaktivitäten abgewickelt.
- Die Möglichkeiten, Geld im Online-Bereich zu waschen, sind viel größer als im Offline-Bereich.
Betrug
- Online-Wetten können zu Absprachen bei Sportveranstaltungen führen.
Spielsucht
- Das Online-Angebot hat die Zahl der Spielsüchtigen erhöht.
- Online-Glücksspiele veranlassen Menschen, öfter um Geld zu spielen, als sie sollten.
EU-rechtliche bzw. -regulatorische Aspekte
- Verbraucher können nur über ein Verbot von Online-Glücksspielen geschützt werden.
- Ist es besser, das Online-Glücksspiel eher auf nationaler als auf EU-Ebene zu regulieren?
Steuerrechtliche Aspekte
- Alle Online-Glücksspiel-Anbieter befinden sich im Ausland und zahlen keine Steuern.
Responsible Gaming (verantwortungsvolles Spielen ): Staatliche und private
- Staatliche Anbieter mit Monopolstellung sind verantwortungsvoller als andere EU-lizenzierte Online-Anbieter und gewährleisten den Verbrauchern einen besseren Schutz.
Schutz von Minderjährigen
- Die Anbieter von Online-Glücksspiel ermutigen Kinder zum Glücksspiel via Internet.
Begrenzungen des Wetteinsatzes
- Offline-Anbieter verfolgen einen verantwortungsvolleren Ansatz, weil sie Wetteinsatzbegrenzungen vorgeben, die das Risiko von Spielsucht verringern.
Auszahlungsquoten
- Staatliche Websites bieten bessere Auszahlungsquoten.
- Problematisches Spielverhalten lässt sich durch eine niedrigere Auszahlungsquote kontrollieren.
Sport
- Die Öffnung des Online-Sportwettenmarktes für private Online-Anbieter wird die Zuwendungen an den Sport und wohltätige Zwecke verringern.
- Das Sponsoring von Vereinen durch Online-Anbieter führt zu Interessenskonflikten.
Marktgröße
- Der private Online-Markt entwickelt sich so schnell, dass er die Erträge traditioneller Offline-Anbieter vereinnahmt. Damit verringert sich auch die Unterstützung für wohltätige Zwecke.
Zahlungsblockaden
- Die Regierungen sollten das Recht haben, Zahlungen an ausländische Websites zu blockieren.
So wie generelle „Verbote“ ist auch das Blockieren von Zahlungen an Websites kein demokratischer Lösungsvorschlag für die Zukunft. Die Europäische Kommission steht solchen Sperren nicht positiv gegenüber und hat entsprechende Massnahmen von Seiten Deutschlands und Frankreichs bereits abgelehnt. Solche Marktbeschränkungen sind nur dann gesetzlich zulässig, wenn sie unter Einhaltung sämtlicher EU-Vorschriften zum Online-Glücksspiel erfolgen. Sie können ebenfalls Probleme im Hinblick auf die Einhaltung nationaler Gesetze hervorrufen.
Neben der Frage nach der Rechtmäßigkeit einer solchen Massnahme, stellt sich auch das Thema der praktischen Umsetzbarkeit. Es kann schwierig sein, nachzuvollziehen, ob ein Händler eine Glücksspiel-Anbieter ist oder nicht. Für Banken sind solche Verfahren kostenaufwendig, weil sie eine manuelle Bearbeitung und zusätzliche Verarbeitungstools bzw. methoden erfordern. Zahlungsblockaden sind ineffizient und leicht zu umgehen: bei der Verwendung von E-Wallets und Prepaid-Karten anstelle gewöhnlicher Zahlungsmittel können Händler-Codes von skrupellosen Website-Anbietern geändert werden können. Schließlich treiben solche Massnahmen Spieler in die Hände von Website-Betreibern und Rechtssystemen, die keine Skrupel haben.
