EGBA - European Gaming and Betting Association

Mythos oder Tatsache

Die EGBA räumt auf mit gängigen Mythen zum Thema Glücksspiel

Beim Thema Online-Wetten und -Glücksspiele bzw. deren negativen Auswirkungen scheiden sich die Geister. Häufig dienen falsche Behauptungen jedoch allein dem Schutz der staatlichen Monopole. Die EGBA hinterfragt im Folgenden einige der gängigsten Mythen.

  • Geldwäsche

  • Anbieter von Online-Glücksspielen ergreifen nicht die erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche.
  • Über das Internet wird eine Vielzahl an Geldwäscheaktivitäten abgewickelt.
  • Die Möglichkeiten, Geld im Online-Bereich zu waschen, sind viel größer als im Offline-Bereich.
  • Betrug

  • Online-Wetten können zu Absprachen bei Sportveranstaltungen führen.
  • Spielsucht

  • Das Online-Angebot hat die Zahl der Spielsüchtigen erhöht.
  • Online-Glücksspiele veranlassen Menschen, öfter um Geld zu spielen, als sie sollten.
  • EU-rechtliche bzw. -regulatorische Aspekte

  • Verbraucher können nur über ein Verbot von Online-Glücksspielen geschützt werden.
  • Ist es besser, das Online-Glücksspiel eher auf nationaler als auf EU-Ebene zu regulieren?
  • Steuerrechtliche Aspekte

  • Alle Online-Glücksspiel-Anbieter befinden sich im Ausland und zahlen keine Steuern.
  • Responsible Gaming (verantwortungsvolles Spielen ): Staatliche und private

  • Staatliche Anbieter mit Monopolstellung sind verantwortungsvoller als andere EU-lizenzierte Online-Anbieter und gewährleisten den Verbrauchern einen besseren Schutz.
  • Schutz von Minderjährigen

  • Die Anbieter von Online-Glücksspiel ermutigen Kinder zum Glücksspiel via Internet.
  • Begrenzungen des Wetteinsatzes

  • Offline-Anbieter verfolgen einen verantwortungsvolleren Ansatz, weil sie Wetteinsatzbegrenzungen vorgeben, die das Risiko von Spielsucht verringern.
  • Auszahlungsquoten

  • Staatliche Websites bieten bessere Auszahlungsquoten.

    Ganz im Gegenteil: Die durchschnittliche Auszahlungsquote (der Prozentsatz der Wetteinsätze, der an die Spieler  zurückbezahlt wird) liegt bei staatlichen Websites  deutlich niedriger als im wettbewerbsstarken privaten Sektor. In Frankreich liegen die Auszahlungsquoten der staatlichen Anbieter FDJ und PMU derzeit bei 75 bzw. 78 Prozent; bei den  privaten Online-Anbietern dagegen bei rund 93 Prozent. Die Höhe der Auszahlungsquote ist ein entscheidender  Wettbewerbsvorteil und spielt insbesondere für neue Anbieter am Markt eine wichtige Rolle dabei, ihren Kunden noch attraktivere Spiele anzubieten.  

  • Problematisches Spielverhalten lässt sich durch eine niedrigere Auszahlungsquote kontrollieren.
  • Sport

  • Die Öffnung des Online-Sportwettenmarktes für private Online-Anbieter wird die Zuwendungen an den Sport und wohltätige Zwecke verringern.
  • Das Sponsoring von Vereinen durch Online-Anbieter führt zu Interessenskonflikten.
  • Marktgröße

  • Der private Online-Markt entwickelt sich so schnell, dass er die Erträge traditioneller Offline-Anbieter vereinnahmt. Damit verringert sich auch die Unterstützung für wohltätige Zwecke.
  • Zahlungsblockaden

  • Die Regierungen sollten das Recht haben, Zahlungen an ausländische Websites zu blockieren.